iNFORMATIONEN ZUM GRAUPNER-JAHR 2010
 
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Das Fotoalbum zu den Graupner-Tagen

Nachhören:

Graupner und die Sinfonie - Konzert am Sonntag, 16.05.2010 in der Orangerie Darmstadt
Christoph Graupner: Ouvertüre F-Dur, 1. Satz. La Stagione Frankfurt, Leitung: Michael Schneider
Christoph Graupner: "Le Desire", Largo. La Stagione Frankfurt, Leitung: Michael Schneider
Georg Philipp Telemann: Doppelkonzert e-moll, 1. Satz. Michael Schneider, Karl Kaiser, La Stagione Frankfurt
Johann Gottlieb Graun: Sinfonie B-Dur, Allegro assai con spirito. La Stagione Frankfurt, Leitung: Michael Schneider


Nachlesen: 
online-Resonanz der Graupner-Tage (PDF 3.650kb) 
"
Der Graupner bleibet." - PM vom 26.05.2010 (PDF 120kb)   Der Zauber währt nur kurz - DE vom 18.05.2010     
Meister ohne Gesicht  - DE vom 17.05.2010
     hr2 - Frühkritik vom 17.05.2010    

Programm der Graupner-Festtage: 
Einladungs-Flyer zu den Symposien/Konzerten  (PDF 427kb)
Symposium I, II, III - Vorträge und Referenten (PDF 91kb)
Programm der drei Konzerte (PDF 141kb)    Die Interpreten (PDF 174kb)

Vorberichte: 
PM vom 25.03.2010 (PDF 92kb)    PM vom 04.04.2010 (PDF 108kb)     PM vom 07.05.2010 PDF 129kb)  
FAZ vom 09.04.2010   Darmstädter Echo vom 15.04.2010  Kulturportal Hessen   
Ehre für einen Meister aus Darmstadt - DE vom 07.05.2010

Graupner 2010 - Fakten und Hintergründe von Prof. Dr. Ursula Kramer (PDF 105kb)
Graupner 2010
- Datenbank von Florian Heyerick

 
 


„Der Graupner bleibet“

Erfolgreich verlaufenes Festwochenende zu Ehren des Darmstädter Hofkapellmeisters Christoph Graupner (1683-1760)

„Der Graupner bleibet!“ – dieser fast schon legendäre Satz des Hessen-Darmstädtischen Landgrafen Ernst Ludwig, mit dem er seinem Hofkapellmeister Christoph Graupner (1683-1760) die Übernahme der Stelle als Leipziger Thomaskantor verweigerte – und damit indirekt die Karriere von Johann Sebastian Bach beförderte – ist gleichermaßen geeignet als Resümee für das Festwochenende „Graupner 2010“. Mit Vorträgen und Konzerten gedachte die Darmstädter Christoph-Graupner-Gesellschaft e. V. vom 14.-16. Mai des 250. Todestages des Barockkomponisten, der über 50 Jahre lang sein Amt in der Hessischen Residenz Darmstadt ausgeübt hatte - und zieht nun eine Woche nach dem Geschehen eine erste Bilanz. Wie man demnach feststellen konnte, wurde die in der internationalen Fachwelt unumstrittene Bedeutung Christoph Graupners auch im Bewusstsein der öffentlichen Entscheidungsträger, des kulturellen Lebens sowie des allgemeinen Publikums nachhaltig vertieft. 

Großes Interesse der Öffentlichkeit

Als am Sonntagabend (16.) die Zugabe des dritten, den Sinfonien gewidmeten Konzertes zu Ende war, mit La Stagione aus Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider, ein Satz von Graupner mit charakteristischen, an die Jagdleidenschaft der Darmstädter Landgrafen erinnernden Hornklängen - konnte man die Freude der Ehrenamtlichen der Christoph-Graupner-Gesellschaft förmlich spüren. Unter der Vorsitzenden Prof. Dr. Ursula Kramer von der Universität Mainz war das anspruchsvolle und ehrgeizige Programm verwirklicht worden. Es hatte mit dem ersten von drei Symposien unter dem Titel „Darmstadt und die hessische Residenz in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts“  am Freitagmittag im Darmstädter Karolinensaal begonnen. Schon bei der Eröffnung durch Frau Prof. Kramer und Frau Dr. Silvia Uhlemann von der Graupner-Forschungsstelle der ULB fiel die große Beteiligung der Öffentlichkeit auf. Beispielhaft für das Interesse der Musikliebhaber war der ehemalige Ingenieur Jean-Pierre Connerotte, der als Seniorstudent Musikwissenschaft betreibt und eigens aus Brüssel angereist war. 

Prominente Fürsprecher

Für die kanadische Cembalistin Geneviève Soly, die den Konzertreigen im barocken Gebäude der Darmstädter Orangerie mit der Gegenüberstellung „Händel & Graupner vis  à vis“ eröffnete, war diese Situation wie ein „Nach-Hause-Kommen“. Bereits 2002 und 2006 war sie hier aufgetreten und empfand das Spiel an Graupners Wirkungsstätte „als Privileg“. Der zweimanualige Nachbau eines Ruckers-Cembalos von 1624 mit barocker Landschaftsmalerei auf der Innenseite des Deckels konnte hierbei auch optisch überzeugen. Als Privileg wurde es beispielsweise auch von den Besuchern der Ausstellung “Christoph Graupner: 50 Jahre Hofkapellmeister in Darmstadt“ empfunden, die als sein eigenes Instrument angesprochene Viola d’ Amore zu bewundern, deren Besitzgeschichte ein eigenen Krimi abgeben könnte. Bei der Eröffnung der von Frau Dr. Uhlemann zusammengestellten Schau am Samstag im Darmstädter Schloss sprach Staatsministerin a. D. Ruth Wagner auch als Vorsitzendes des Darmstädter Kulturausschusses die Wichtigkeit des Gedenkwochenendes an. Schirmherrin des gesamten Festwochenendes war die Hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. 

Internationales Stadtmarketing

Unterstrichen wurde diese Bedeutung durch die Überreichung der Darmstädter Musikmedaille von 1983 (300 Jahre Geburtstag Christoph Graupner, 100 Jahre Todestag Friedrich von Flotow), mit der Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann als Gastgeber beim offiziellen Empfang den Vorstand der Christoph-Graupner-Gesellschaft mit der 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Ursula Kramer und ihren Stellvertretern Dr. Michael Hüttenberger und Stadtrat Karl-Peter Föhrenbach, das Engagement der Mitglieder und die Bedeutung der Gedenkfeierlichkeiten für die Stadt Darmstadt würdigte – auch im Sinne eines internationalen Stadtmarketings durch die Bekanntheit des Darmstädter Komponisten. Ebenfalls anwesend war Karl-Heinz Hüttenberger, der Vater des 2. Vorsitzenden, der in seiner Arheilger Zeit als Kirchenmusiker das musikalische Erbe Graupners wiederbelebt hatte.

Eindrucksvolle Gestik – 300 Jahre Darmstädter Theatergeschichte

Die wissenschaftlichen Symposien am Samstag und Sonntag waren der Oper bzw. Sinfonie gewidmet und korrespondierten mit den abends stattfindenden Konzerten. So war der Samstagabend der Oper vorbehalten, was auch durch in zeitgenössischen Kostümen flanierende Vereinsmitglieder unterstrichen wurde. Schon der Beginn verzauberte die Zuschauer, als die junge Sopranistin Marnie Zschöckner Kostproben gestischer Realisierung von Graupners Opernszenen gab. Erarbeitet wurde dies mit der belgischen Regisseurin Sigrid T‘Hooft. Das flämische Ensemble Ex tempore unter der Leitung von Florian Heyerick präsentierte im Verlauf des Abends Ausschnitte aus Graupners Hamburger Opern „Dido, Königin von Carthago“ und „Antiochus und Stratonica“, mit Elisabeth Scholl, Sopran, Reinoud Van Mechelen, Tenor und Stefan Geyer, Bariton als weiteren Solisten. Besonders vergnüglich waren die Moderationstexte von Peter Huth, vorgetragen von Michael Kaiser von der Komödie Kassel. Dieses Konzert wies bereits auf Feierlichkeiten des kommenden Jahres hin: „300 Jahre Darmstädter Theatergeschichte“. Im Jahre 1711 wurde nämlich mit Graupners Oper „Telemach“ das von Remy de la Fosse umgebaute Opernhaus in der Nähe des Herrngartens eröffnet. Eine Opernaufführung im Oktober 2010 gemeinsam mit dem Darmstädter Konzertchor bringt vielleicht ein Wiedersehen mit manchen der Akteuren.

„Impuls wird auch in den nächsten Jahren zu spüren sein"

„Ein kleiner Verein hat ein großes Ereignis gestemmt, und dabei sind wunderbare neue Erfahrungen und Erkenntnisse um die Musik Graupners zu Tage getreten, die nicht nur im kleinen Expertenkreis, sondern auch beim größeren Darmstädter Publikum positiv und dankbar aufgenommen worden sind. Das ist uns Ansporn, auch in der näheren Zukunft weiter am Projekt „Der Graupner bleibet“ zu arbeiten. Dass den Anfang dazu die einzige Darmstädter Oper Graupners, Berenice und Lucilla am 29. Oktober in der Orangerie in barocker Inszenierung durch Sigrid T’Hooft macht, ist ein viel versprechender Beginn. Die Graupner-Ge-sellschaft setzt alles daran, dass der Impuls von ‚Graupner 2010’ auch in den nächsten Jahren zu spüren sein wird“, meinte abschließend die Vorsitzende Ursula Kramer, die bei dieser Gelegenheit noch einmal allen Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern herzlich dankte.

 
  Christoph Graupner - The Darmstadt Anniversity  
Beitrag von Kim Patrick Clow  in Early Music America Summer 2009 PDF-Format, 461 KB
  Graupner würdigen
Leserbrief von Heinz Berck im Darmstädter Echo vom 15.05.2009 PDF-Format, 503 KB
 
 
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