Sein Lebensweg führte ihn über die Thomasschule
und Universität in Leipzig und die Hamburger Oper im Jahr 1709
an die Residenz der Hessen-Darmstädtischen Landgrafen. Dort
hatte er bis zu seinem Lebensende die Hofkapellmeisterstelle inne.
Angetreten war Graupner in Darmstadt als Opernkomponist. Da sich
das landgräfliche Opernunternehmen jedoch nicht lange finanzieren
ließ, konzentrierte er sich sehr bald auf die bei Hofe erforderliche
Instrumental- und Kirchenmusik. Er schrieb Konzerte,
Ouvertüren,
Sinfonien, Sonaten
und Klaviermusik
und schuf eine kaum überschaubare Menge an Kirchenkantaten.
Seine bisher nur wenig bekannte Musik stellt im Klangspektrum des
Spätbarock eine ganz eigene Facette dar. Sein Erfindungsreichtum
und seine Experimentierfreude mit Klängen, mit Formen und mit
Ausdrucksmöglichkeiten zeichnen ihn als Komponisten von großer
Originalität aus.
Erblindet starb er am 10. Mai 1760 in Darmstadt.
Eine umfangreiche Beschreibung des Lebens, der Persönlichkeit
und des Werkes Christoph Graupners erscheint demnächst. Auf
die von Geneviève Soly
verfasste Graupner-Biografie wird ausdrücklich hingewiesen.
Zu Musikgesellschaften, die das künstlerische Erbe musikhistorischer
Zeitgenossen Christoph Graupners bewahren, finden Sie hier eine Linkliste.
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