Pressestimmen zur Christoph-Graupner-gesellschaft  e. v.
 

Radio Darmstadt - Interview mit der CGG - Sendemitschnitt

Darmstädter Echo   26.10.2009

Tag der Vereine: Das Darmstadtium als Kontaktbörse
Wer kennt schon Schlaraffia Tarimundis?

DARMSTADT. „Wir wollen nette Männer ansprechen, die zu uns passen, um zu vermeiden, dass sie uns nicht finden.“ Jürgen Biehler, bei „Schlaraffia Tarimundis“, drückt –etwas umständlich – das Motiv von vielen Vereinen aus, sich im Darmstadtium zu präsentieren: Sie wollen bekannt werden und neue Mitglieder, Helfer oder Förderer finden. Nach dem ersten "Tag der Vereine" im vergangenen Jahr gab es am Sonntag die zweite Auflage mit 180 Teilnehmern im Wissenschafts- und Kongresszentrum.

Der Erfolg der Premiere hatte sich auch zu Schlaraffia durchgesprochen und so waren die gesetzten Herren, die sich Kunst, Freundschaft und Humor verschrieben haben und ein Faible fürs Mittelalter haben, mit einem Info-Stand vertreten. Von Oktober bis April – der Rest des Jahres ist dem Familienleben gewidmet – treffen sie sich wöchentlich in ihrer Schlaraffenburg, um sich mit eigenen Texten zu unterhalten, sprachliche Kunst zu rezitieren und musikalische Werke vorzutragen.

Vor allem aber, so sagen sie, pflegen sie hintersinnigen Humor. Karikatives oder sonstiges Engagement lehnen sie deshalb ab: „Wir sind uns selbst genug.“‘ Nur wenige dürften bisher etwas von dem Verein gehört haben, der immerhin schon seit 115 Jahren in Darmstadt besteht und derzeit 60 Schlaraffen aufweist; weltweit gibt es 11.000 Mitglieder – und überall ist Deutsch die Vereinssprache.

Genau so unbekannt ist wohl auch der Verein „Sovremennik“, in dessen Samstagsschule 200 russische Kinder im Alter zwischen zwei und 16 Jahren unterrichtet werden. Beileibe nicht nur in der Muttersprache, erzählt Swetlana Ginsburg: „Es ist ganz normaler Unterricht in allen Fächern, aber eben auf Russisch.“ Integration durch Bildung, sei das Ziel. Wenn die Kinder von Auswanderern, Spätaussiedlern und Flüchtlingen wüssten, woher sie kommen, seien sie sicherer“, sagt die Vorsitzende des Vereins.

Ebenfalls zu den Exoten dürfte die 2003 gegründete Christoph-Graupner-Gesellschaft gehören. Im nächsten Jahr steht der 250. Todestag des Darmstädter Hofkapellmeisters an. Der Stand im Darmstadtium soll Graupner, sein fünfzigjähriges Wirken in Darmstadt und seine Musik bekannter machen, sagt die Musikwissenschaftlerin Ursula Kramer und weist auf einen CD-Player. Interessierte können sich per Kopfhörer Kostproben anhören.

Harald Pleines
25.10.2009

 

Die Vorsitzende der CGG, Prof. Dr. Ursula Kramer, und Schatzmeister Karl Jönk informierten im Darmstadtium

 
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