Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1111/40

Erwache träge Christenschar



Originaltitel:
Erwache, träge Christen Schaar / a / Hautb. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Am Fest. der Erscheinung Chr. / 1740.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: Epiphanias / Heilige drei Könige / Erscheinung Christi
Entstehungszeit: 1740
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 06.01.1740
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro+rec (B,SATB,str,bc) - e - C (allegro)
     2.aria (B,str,bc) - C - C (allegro)
     3.choral (SATB,str,bc) - e - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,ob,str,bc) - G - C (allegro)
     6.choral (3) DC

Melodie zum 3. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Durch Adams Fall ist ganz verderbt (Seite 29)
Liedtext: Durch Adams Fall ist ganz verderbt

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Durch Adams Fall ist ganz verderbt (Seite 29)
Liedtext: Durch Adams Fall ist ganz verderbt

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S, A (2x), T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 1, 1, 1, 2, 2, 2 - ob: 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-448-03
RISM ID:   450006555
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor / Accompagnato / Chor / Accompagnato / Chor
    Erwache, träge Christenschar!
    Kann dich die Sündennacht vergnügen?
    Der Tag des Heils scheint dir so klar,
    und du willst, ach! im Schlummer liegen?
    Auf, Christen wacht!
    Seht an: Ein Volk der Heiden
    bemerkt und ehrt ein kleines Licht.
    Es eilt, es kommt mit Freuden,
    und nimmt sein Heil in Acht.
    Und ihr seid träg!
    Ach, schämt ihr euch denn nicht!
  2. Arie
    Auf, auf, mein Geist, vom Schlaf der Sünden.
    Auf, auf, der Tag des Heils bricht an.
    Gott lässt heut’ an Zions Grenzen
    einen hellen Leitstern glänzen.
    Wer dem folgt, der irret nicht.
    Auf denn, folge diesem Licht!
    Es zeigt dir die Lebensbahn.
  3. Choralstrophe
    Mein’n Füßen ist Dein heilig’s Wort
    ein’ brennende Lucerne,
    ein Licht, das mir den Weg weist fort.
    So dieser Morgensterne
    in uns aufgeht,
    so bald versteht
    der Mensch die hohen Gaben,
    die Gottes Geist
    den’n g’wiss verheißt,
    die Hoffnung darin haben.
  4. Recitativ
    Ja, freilich ist das Wort des Herrn
    ein Licht, das uns zu Christo leitet.
    Doch ach! Der edle Stern
    wird oft ganz falsch gedeutet.
    Ein arg verschlag’ner Geist
    will ihm ein Irrlicht d’raus erdichten,
    das er gleichwohl als Wahrheit preist.
    Ein Andrer will ihn gar vernichten!
    Ach, Jesu! Sieh doch drein
    und steure allen frechen Geistern,
    die den so hellen Schein
    von Deinem Wort verwegen meistern.
    Lass dessen Kraft
    in allen Herzen so gelingen,
    dass sie Dir stets in ihrer Pilgrimschaft
    die Opfer des Gehorsams bringen.
  5. Arie
    Ich folge Gott und Seinem Worte;
    wer will, mag andre Wege geh’n.
    Wenn ich dies’ Licht und dessen Lehre
    in glaubigem Gehorsam ehre,
    so werd’ ich dort
    Gott, meinen Trost und Hort,
    im Licht des Himmels ewig seh’n.
  6. ChoralStrophe
    Der Mensch ist gottlos und verflucht,
    sein Heil ist auch noch ferne,
    der Trost bei einem Menschen sucht
    und nicht bei Gott, dem Herren.
    Denn wer ihm will
    ein ander’ Ziel
    ohn’ diesen Tröster stecken,
    den mag gar bald
    des Teufels G’walt
    mit seiner List erschrecken.