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Text der Kantate:
Dictum
Warum willst du unser sogar vergessen
und uns die Länge so gar verlassen
Arie
Mein Lebenslicht will seinen Glanz verbergen,
mich überfällt, ach, eine Trauernacht.
Mein Herz erstirbt vor bangen Sorgen,
ach Gott, wann kommt der frohe Morgen,
da meine Sonne wieder lacht.
Choral
Betrübtes Herz, sei wohlgemut,
tu nicht so gar verzagen,
wird sich in lauter Fröhlichkeit
verwandeln in gar kurzer Zeit,
das wirst du wohl erfahren.
Es wird noch alles werden gut,
all dein Schmerzen und Klagen.
Rezitativ
Es geht sehr nah, wenn Jesus sich entziehet,
wo er nicht ist, da fehlt die Seligkeit.
Kommt aber schon die Zeit,
dass unsre Schwachheit ihn nicht siehet,
so ist er doch nicht weit.
Er weichet nicht, er lässt sich nur nicht sehen,
und dies muss uns zum Heil geschehen.
Die Probe mehrt des Glaubens Kraft,
hat sie denn seine Hand vollendet,
so wird uns Trost von oben zugesendet,
der Geist,
der unserm Geist vollkommne Ruhe schafft.
Arie
Kehre wieder, meine Sonne,
mir zur Wonne,
lass mich deine Schönheit sehn.
Dein Entweichen macht mich zagen,
doch ich will die Prüfung tragen.
Endlich wird durch deine Pracht,
auf die Nacht,
ein erwünschter Tag entstehn.
Rezitativ
Zwar wird der Glanz die freche Welt erschrecken,
denn seine Kraft, des Höchsten Geist
der Redlichen den Weg zur Wahrheit weist,
muss ihren Gräul bestrafen und entdecken.
Mir aber wird mein Heiland so verklärt,
sein Licht lässt mich zum Trost erblicken,
dass ob mir hier was Hartes widerfährt,
mein Jesu werde mich dort desto mehr erquicken.
Choralstrophe
Und ob ichs zwar noch muss entbehren
so lang ich wandre in der Zeit,
So wird er mirs doch wohl gewähren
im Reiche seiner Herrlichkeit:
Drum tu ich billig was er will
und liebe Jesum, der mein Ziel.