Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1134/21

Warum willst du unser so gar vergessen



Originaltitel:
Warum wilstu unßer so gar / a / 2 Violin / Viol / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Cantate / 1721.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Cantate/Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1721
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 11.05.1721
Vokal: Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (TB,str,bc) - c - C
     2.aria (T,vl unis,bc) - Es - 3 (largo)
     3.choral (TB,str,bc) - g - 3 (vivace)
     4.rec (T,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - F - 3 (largo)
     6.rec (B,bc)
     7.choral (TB,vl unis,vla,bc) - c - 3

Melodie zum 3. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (Seite 142)
Strophentext: Betrübtes Herz, sei wohlgemut

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Strophentext: Und ob ich's zwar noch muß entbehren

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 7 Seiten;
T, B: 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---
Kritischer Bericht: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-429-12
RISM ID:   450005967
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   ---
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Warum willst du unser sogar vergessen
    und uns die Länge so gar verlassen
  2. Arie
    Mein Lebenslicht will seinen Glanz verbergen,
    mich überfällt, ach, eine Trauernacht.
    Mein Herz erstirbt vor bangen Sorgen,
    ach Gott, wann kommt der frohe Morgen,
    da meine Sonne wieder lacht.
  3. Choral
    Betrübtes Herz, sei wohlgemut,
    tu nicht so gar verzagen,
    wird sich in lauter Fröhlichkeit
    verwandeln in gar kurzer Zeit,
    das wirst du wohl erfahren.
    Es wird noch alles werden gut,
    all dein Schmerzen und Klagen.
  4. Rezitativ
    Es geht sehr nah, wenn Jesus sich entziehet,
    wo er nicht ist, da fehlt die Seligkeit.
    Kommt aber schon die Zeit,
    dass unsre Schwachheit ihn nicht siehet,
    so ist er doch nicht weit.
    Er weichet nicht, er lässt sich nur nicht sehen,
    und dies muss uns zum Heil geschehen.
    Die Probe mehrt des Glaubens Kraft,
    hat sie denn seine Hand vollendet,
    so wird uns Trost von oben zugesendet,
    der Geist,
    der unserm Geist vollkommne Ruhe schafft.
  5. Arie
    Kehre wieder, meine Sonne,
    mir zur Wonne,
    lass mich deine Schönheit sehn.
    Dein Entweichen macht mich zagen,
    doch ich will die Prüfung tragen.
    Endlich wird durch deine Pracht,
    auf die Nacht,
    ein erwünschter Tag entstehn.
  6. Rezitativ
    Zwar wird der Glanz die freche Welt erschrecken,
    denn seine Kraft, des Höchsten Geist
    der Redlichen den Weg zur Wahrheit weist,
    muss ihren Gräul bestrafen und entdecken.
    Mir aber wird mein Heiland so verklärt,
    sein Licht lässt mich zum Trost erblicken,
    dass ob mir hier was Hartes widerfährt,
    mein Jesu werde mich dort desto mehr erquicken.
  7. Choralstrophe
    Und ob ichs zwar noch muss entbehren
    so lang ich wandre in der Zeit,
    So wird er mirs doch wohl gewähren
    im Reiche seiner Herrlichkeit:
    Drum tu ich billig was er will
    und liebe Jesum, der mein Ziel.