Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1141/51

Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen



Originaltitel:
Lehre mich thun nach deinem / Wohlgefallen / a / 2 Corn. / 2 Flaut. Tr. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fest. Tr. / 1751. / ad / 1732.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: Trinitatis
Entstehungszeit: 1751
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 06.06.1751
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - F - C
     4.rec (S,bc)
     5.arioso/dictum (T,str,bc) - ? - C (largo)
     6.aria (S,fl(2),hn(2),str,bc) - G - C (andante)
     7.rec (T,bc)
     8.choral (SATB,str,bc) - d - 3 (andante)

Melodie zum 8. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Jesu, meine Freude (Seite 75)
Liedtext: Jesu, meine Freude

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, cor 1, 2: 1, 1, 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-459-13
RISM ID:   450007066
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen,
    denn Du bist mein Gott und Herr;
    Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
  2. Rezitativ
    Die Leitung auf der ebnen Bahn
    ist neu gebornen Seelen süße,
    doch ist der Weg zu rauh vor Adams Füße,
    er stößet allenthalben an.
    Er weicht wohl gar zurück,
    er sieht, er muss auf diesem Wege sterben;
    drum geht sein Blick
    nur nach Gemächlichkeiten;
    der alte Narr liebt sein Verderben.
    O Seele, gib ihm kein Gehör,
    dein Jesus wird dich besser leiten.
    Gib acht und folge Seiner Lehr.
  3. Arie
    Der alte Mensch kann Gottes Reich nicht sehen,
    sein Wille wählt den falschen Pfad.
    All’ Heil und Hoffnung ist verloren,
    wird nicht ein neuer Sinn geboren,
    der Gottes Geist zum Führer hat.
  4. Rezitativ
    Ach Sterbliche,
    ach stoßt euch nicht
    an einer solchen harten Rede;
    das Wort, so Jesus spricht,
    dass man den alten Menschen töte,
    ist lauter Geist und Leben.
    Er braucht hie keines Henkers Schwert,
    Gott will ein neues Herz und neue Kräfte geben.
    So gib du Ihm das alte hin,
    das ist’s, das Gott begehrt.
    Wer wollte sich denn des’ entzieh’n?
  5. Dictum
    Schaffe in mir Gott ein rein’ Herz
    und gib mir einen neuen, gewissen Geist.
  6. Arie
    Alter Wille, altes Herze,
    weg, weg mit dir, Gott schafft mich neu.
    Großes Werk! Wer kann dich fassen?
    Doch ich will Gott wirken lassen.
    Seine Kraft,
    die so manches Wunder schafft,
    lehrt mich, dass es möglich sei.
  7. Rezitativ
    Kann ich das Werk des Herrn nicht sehen?
    Genug! Wenn mich die Zeit belehrt,
    es sei an mir geschehen.
    Ob sich mein alter Mensch beschwert,
    ich halte Jesu dennoch still.
    Er schaffe mich nur, wie Er will.
    ich will gern aller Lust entsagen
    kann ich nur hier das Bild des neuen Menschen tragen.
  8. Choral
    Gute Nacht, o Wesen,
    das die Welt erlesen,
    mir gefällst du nicht.
    Gute Nacht, ihr Sünden,
    bleibet weit dahinten,
    kommt nicht mehr ans Licht!
    Gute Nacht,
    du Stolz und Pracht;
    dir sei ganz, du Laster Leben,
    gute Nacht gegeben.