Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1143/44

Gott macht ein grosses Mahl



Originaltitel:
Gott macht ein großes Mahl / zu recht / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 2. p. Tr. / 1744. / ad 1739.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1744
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 07.06.1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (B,str,bc)
     2.aria (B,str,bc) - C - 3
     3.rec (S,bc)
     4.choral (SATB,str,bc) - c - 6/8
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - Es - C
     6.rec (T,bc)
     7.choral (4) DC

Melodie zum 4. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Die Liebe leidet nicht Gesellen

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Die Liebe leidet nicht Gesellen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-25
RISM ID:   450006822
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Gott macht ein großes Mahl zurecht,
    die Menschen sollen Gäste werden.
    Er ladet sie durch Seinen Knecht
    mit freundlichen Gebärden
    zu Seinen Gütern ein.
    Doch allzuviele sprechen: „Nein!”
    Es deucht 5 sie dieses zu geringe.
    Sie lieben andre Dinge.
    Ihr Menschen, ach, wollt ihr so unbesonnen sein.
  2. Arie
    Gottes Trachten
    schnöde und geringe achten,
    ist ein Gräu’l, der höllisch heißt.
    Alle Schätze hier auf Erden
    wollen meinem armen Geist
    jetzt zu lauter Galle werden,
    weil mich Gottes Liebe speist.
  3. Secco-Rezitativ
    Was wählt ihr arme Menschenkinder,
    dass ihr des Höchsten Mahl verschmäht?
    Was ist’s? Weib, Acker, Rinder?
    Ein Gut, das mit der Zeit vergeht?
    Verblendete! Erwägt doch eure Wahl:
    Was gibt euch Gottes Abendmahl?
    Soll es nicht alles sein?
    Ja! Alles, alles ist bereitet.
    Bedenkt, was das bedeutet.
    Ach, wählt doch recht! Stellt euch bei Jesu ein.
  4. Choralstrophe
    Warum sollt’ ich doch das umfangen,
    was ich so bald verlassen muss,
    was mir nach abgekürztem Prangen
    brächt’ ewig Ekel und Verdruss?
    Sollt’ ich um einen Dunst und Schein
    ein Scheusal heil’ges Geistes sein?
  5. Arie
    Weg Wolllust, weg ihr eitle Güter,
    mein Herz erwählt ein besser’ Gut.
    Was Jesus schenkt, bringt Trost und Freude.
    Die Anmut Seiner süßen Weide,
    die macht mich satt und wohlgemut.
  6. Secco-Rezitativ
    Ich bin ein Hausgenosse Gottes,
    da hab’ ich allen Überfluss
    und bin ich gleich der Welt
    ein Vorwurf ihres Spottes,
    weil ihr mein Glücke nicht gefällt,
    was ist’s? sie wird und muss
    voll Spott und Schande stehen,
    wenn ich in jenen Höhen
    ein Gast an Gottes Tafel bin.
    Mein Jesu, hole mich nur bald dahin.
  7. Choralstrophe
    Was hab ich denn, o Welt, zu schaffen
    mit deiner leichten Rosen-Kron’?
    Fleuch hin und gib sie deinen Affen;
    lass’ mir des Kreuzes Dorn’ und Hohn.
    Besitz’ ich Jesum nur allein,
    ist alles, was zu wünschen, mein.