Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1146/40

Wo Gott zum Haus nicht gibt



Originaltitel:
Wo Gott zum Hauß nicht gibt / a / 2 Corn. / 2 Chalumeaux / 2 Hautb. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / 1. + . 2. / e / Continuo. / Dn. 5. p. Tr. / 1740.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 5. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1740
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 17.07.1740
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass (2)
Solostimmen: 3
Instrumente: ob (2), chal (2)st, fg, hn (2), vl (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,ob(2),chal(2)st,fg,hn(2),str,bc) - F - 6/8
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,chal(2)st,fg,str,bc) - B - 6/8
     4.rec (B,bc)
     5.aria (SB,vl(2),str,bc) - d - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (1) DC

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst (Seite 142)
Liedtext: Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst


Synthetischer Eindruck der Choralvertonung:   Beispiel auf YouTube

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst (Seite 142)
Liedtext: Wohl dem, der in Gottes Furcht steht


Synthetischer Eindruck der Choralvertonung:   Beispiel auf YouTube
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 20 Seiten;
S, A (2x), T, B 1, 2: 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl solo 1, 2, vl 1 (2x), 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - ob 1, 2, chalumeau 1, 2, cor 1, 2: 1, 1, 1, 1, 1, 1f.
Kommentar: fg in vlne-part /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-448-42
RISM ID:   450006593
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choral
    Wo Gott zum Haus nicht gibt Sein’ Gunst,
    so arbeit’t jedermann umsonst.
    Wo Gott die Stadt nicht Selbst bewacht,
    so ist umsonst der Wächter Wacht.
  2. Rezitativ
    Von Gott und Seiner Vater Hand
    kommt aller Segen her;
    Er kann, Er muss ihn auch allein erhalten.
    In unserm Nahrungsstand
    füllt Er das Netz mit Seinen Gütern an.
    Zerreißt es oft, so weiß Er da auch Rath.
    Drum, Seele, lass den Herrn nur walten
    und sei nur treu in dem, das Er geboten hat.
  3. Arie
    Jesum hören,
    sich durch Arbeit redlich nähren,
    ist ein göttliches Gebot.
    Gottlos sein und faul dabei,
    sagt, ob das nicht schändlich sei;
    aber Seel’ und Leib recht pflegen,
    das hat Ruhm, das bringt auch Segen
    hier bei Menschen dort bei Gott.
  4. Rezitativ
    Ach fangt’s doch einmal an,
    ihr, die ihr unter tausend Kummer
    zwar Tag und Nacht in eurem Arbeitskahn
    bei leerem Netz so emsig seid,
    lasst aber eure Seele schmachten.
    Entsagt einmal dem trägen Schlummer,
    der euch, wenn Jesus lehrt, betäubt.
    Bemühet euch zu rechter Zeit,
    der Seelen Heil recht ernstlich zu betrachten.
    Seht denn, ob euer Netz.
    noch ferner ohne Segen bleibt
    Gewisslich nein!
    Es ist ein Wort des Herrn und ewiges Gesetz:
    die Gottesfurcht beim Fleiß trägt allzeit Segen ein.
  5. Arie
    Ich werfe hier mein Nahrungsnetze
    auf Jesus Wort andächtig aus.
    Bringt mancher Zug mir nichts ins Haus
    meint ihr dass mich’s in Unmut setze?
    O nein, mein Herz murrt nicht, ach nein!
    Was heut’ nicht kommt, kommt morgen ein.
  6. Rezitativ
    Die Andacht beim Berufsgeschäfte
    macht Last und Mühe leicht;
    der Herr gibt Segen und gibt Kräfte,
    ja aller Arbeitskummer weicht.
    Hält es die Welt vor ungereimt,
    denkt sie, dass eins das andre störe,
    so wisse sie, dass sie sich selbst betöre.
    Ein frommer Knecht hat nie noch was versäumt.
  7. Choral
    Wohl dem, der in Gottes Furcht steht
    und auch auf Seinen Wegen geht.
    Dein eigen Hand dich nähren soll,
    so lebst du recht und geht dir wohl.