Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1147/49

Alles was einen Fehl hat



Originaltitel:
Alles was einen Fehl hat / solt ihr nicht / a / 2 Flaut. Tr. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 6. p. Tr. / 1749. / ad / 1734.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 6. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1749
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 13.07.1749
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - B - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,fl(2),str,bc) - D - C (allegro allabreve)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,fl(2),str,bc) - G - 3/8
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,fl(2),str,bc) - B - C

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Mein Gott, das Herz ich bringe dir (Seite 97)
Liedtext: Mein Gott, das Herz ich bringe dir

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 2, 2, 2 - fl 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-457-21
RISM ID:   450007015
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Alles, was einen Fehl hat, sollt ihr nicht opfern,
    denn es wird für euch nicht angenehm sein.
  2. Secco-Rezitativ
    Ihr Menschen, hört:
    Ein Opfertier müsst’ ohne Tadel sein
    und ihr seid so betört!
    Ihr stellet euch vor Gott
    mit mangelhaften Herzen ein.
    Ach, euer Opfer ist ein Spott!
    Gott will bei Seinen Gaben
    ein reines Herz und reine Hände haben.
  3. Arie
    Opfert Kaïn tausend Welten,
    kann es doch vor Gott nicht gelten,
    seine Hände sind voll Blut.
    Abels reines Opfer gilt.
    Seele, wenn du opfern wilt,
    ach, so wasche dich in Buße.
    Falle deinem Gott zu Fuße,
    denn ist alle Gabe gut.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Mörderhand ist’s nicht allein,
    die keinen Weihrauch streuen darf.
    Nein, nein!
    Gottes Augen sind so scharf,
    sie sehen in das Herz hinein.
    Wenn da ein Racha steckt,
    so wird, o Mensch, dein Beten und dein Singen
    vor Gott schon allzu sehr befleckt.
    Ihr Pharisäer, fürchtet euch,
    ihr wollt Gott Opfer bringen,
    und euer Herz ist Mördergruben gleich.
  5. Arie
    Ach Gott! ich bringe meine Gabe.
    Das arme Opfer, das ich habe,
    ist leider schlecht, doch ist es rein.
    Ach, lass es dir gefällig sein.
    Ich opfre Leib und Seel im Glauben,
    Herr, das sind meine Turteltauben,
    verwirf sie nicht, sie sind ja dein.
  6. Secco-Rezitativ
    Mein Jesus macht mich rein,
    so kann mein Herz vor Gottes Augen
    ein reines Opfer sein.
    Mein Alles würde wenig taugen,
    jedoch in Christi Blut
    wird alles gut,
    drum nimm mich Herr und alles hin,
    ich habe g’nug, wenn ich dein Opfer bin.
  7. Choral
    Mein Gott, das Herz ich bringe dir
    zur Gabe und Geschenk.
    Du forderst dieses auch von mir,
    des bin ich eingedenk.
    Nun du, mein Vater, nimm es an:
    mein Herz, veracht’ es nicht.
    Ich geb’s, so gut ich’s geben kann;
    kehr zu mir dein Gesicht.