Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1150/46

Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon



Originaltitel:
Machet euch Freunde mit dem / ungerechten Mammon / a / 2 Violin / Viola/ Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 9. p. Tr. / 1746. / ad / 1737.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 9. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1746
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 07.08.1746
Vokal: ATB
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (AT,vl unis,vla,bc) - B - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - G - C (allegro)
     4.rec (T,bc)
     5.aria (T,vl unis,vla,bc) - d - C (allegro)
     6.choral (ATB,str,bc) - B - C (largo)

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
O Gott, du frommer Gott (Seite 110)
Liedtext: O Gott, du frommer Gott

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
A, T, B: 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 2, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-454-27
RISM ID:   450006904
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Machet euch Freunde mit dem ungerechten
    Mammon, auf dass, wenn ihr nun darbet,
    sie euch aufnehmen in die ewige Hütten.
  2. Secco-Rezitativ
    Des Mammons Eitelkeit
    hat tausend Netz’ und Stricke.
    Geneußt jemand das Glücke,
    dass ihm der Herr viel anvertraut,
    so kommt gleichwohl die Rechnungszeit.
    Ach, wer bedenket dies?
    Wie mancher baut
    sich selbst durch Untreu’ sein Verderben.
    O Mensch, die Rechnung kommt gewiss.
    Warum wilst du in deiner Untreu’ sterben.
  3. Arie
    Der Mammon dieser Erdenschätze
    ist fremdes und kein eig’nes Gut.
    Wohl dem, der treulich Haus gehalten
    und endlich über sein Verwalten
    mit Freuden seine Rechnung tut.
  4. Secco-Rezitativ
    Der Reichtum hier auf Erden
    ist gut und auch nicht gut.
    Nachdem ein Mensch mit solchem tut,
    so kann er ihn zum Fluch
    und auch zum Segen werden.
    Wer allzu hitzig darnach ringt,
    der fällt leicht in Versuchungs-Stricke,
    in tolle Lust, die ins Verderben reißt.
    Und wer ihn liederlich verbringt,
    der muss zuletzt sein Glücke
    am Bettelstab mit Kummer suchen.
    Wer aber Geld und Gut verschleußt
    und baut sich einen göld’nen Gott,
    der wird zuletzt zu Spott,
    ein Unmensch, welchen Gott
    und alle Leute fluchen.
    Mein Gott!
    Legst Du mir was an Geld und Gütern bei,
    so gib, dass ich nicht karg, auch nicht verschwend’risch sei.
  5. Arie
    Armen gern und reichlich geben,
    bei viel Segen mäßig leben,
    solches macht die Rechnung leicht.
    Will das Leben endlich schwinden
    und der Mammon bleibt dahinten,
    ei, so wird im Himmelssaal
    ein viel größer’s Kapital
    treuen Knechten dargereicht.
  6. Choralstrophe
    Lass mich mit jedermann in Fried’ und Freundschaft leben.
    So weit als christlich ist, willst Du mir etwas geben
    an Reichtum, Gut und Geld. So gib auch das dabei,
    dass von unrechten Gut nichts untermenget sei.