Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1158/41

Sehet zu dass niemand Böses



Originaltitel:
Sehet zu daß niemand Böses / mit Bösem / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 17. p. Tr. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 17. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1741
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 24.09.1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 4
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (AT,str,bc) - F - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - g - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - B - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - f - C (largo)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
In dem Leben hier auf Erden (Melodie im Darmstadt K-GB 1687) (Seite 0)
Liedtext: In dem Leben hier auf Erden

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A (2x), T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-43
RISM ID:   450006661
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum/Duett
    Sehet zu, dass niemand Böses mit Bösem jemand
    vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach,
    beide untereinander und gegen jedermann.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Feinde legen Jesu Stricke,
    sie haben Böses in dem Sinn,
    doch seht, was Jesus tut:
    Er siehet ihre Tücke
    und meint es herzlich gut.
    Er hält es vor Gewinn,
    wenn Er sie überzeugen kann.
    Er nimmt Sich eines Kranken an,
    den ihr vergallter Rat
    ihm zur Versuchung vorgestellt.
    Er hilft mit Rat und Tat,
    sein treues Herz will sie zur Buß’ beschämen.
    Ach, möchte doch die Welt
    hier ein Exempel nehmen.
  3. Arie
    Feinde schelten,
    Böses ebenso vergelten,
    das steht keinem Christen an.
    Wer wie Feinde tut und spricht,
    der gefällt Gott wahrlich nicht.
    Aber der hat Gott zum Freunde,
    der die Feinde
    bessern und gewinnen kann.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Welt bezahlet ihresgleichen
    mit gleicher Münz’ und Maß,
    mit argen Streichen,
    die Witz und Bosheit ausersinnt.
    Ein Christ verabscheut dies, er sinnt
    nur drauf, die Feinde zu bekehren.
    Und ob er sie gleich nicht gewinnt,
    so müssen ihnen seine Lehren
    gleichwohl ein Herzensstein
    und zur Beschämung dienlich sein.
  5. Arie
    Jesus Lehre hat auch Feinden
    allzeit Gutes zugedacht.
    Nehmen sie sie nicht in Acht,
    ei, sie tun sich selbst den Schaden,
    wenn ihr Herz den Schatz der Gnaden
    sich zum Fluch unfruchtbar macht.
  6. Secco-Rezitativ
    O Seele, folge Jesu nach,
    lass deines Glaubens Licht
    auch mitten unter Feinden strahlen.
    Und wenn sie dir dein Gutes Tun mit Schmach
    und mit Gespött bezahlen,
    wohl dir, betrübe dich drum nicht.
  7. Choralstrophe
    Nimmer gehe falsch im Handeln
    noch im Reden noch im Tun!
    Wiltu vor dem Herren wandeln,
    dermaleinst auch selig ruhn,
    liebe Wahrheit, Recht und Zucht
    als des Geistes rechte Frucht.