Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1158/53

Gott sei mir gnädig denn Menschen wollen



Originaltitel:
Gott sey mir gnädig, denn / Menschen wollen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 17. p. Tr. / 1753. / ad / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 17. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1753
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 14.10.1753
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - a - C (largo)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,str,bc) - C - 6/8 (allegro)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - A - C (allegro)
     6.rec (S,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - A - C

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (1. Melodie in CB 1728) (Seite 14)
Liedtext: Wer in dem Schutz des Höchsten ist

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S (2x), A, T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2f.
Kommentar: Die Continuostimme ist mit Organo bezeichnet



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-461-30
RISM ID:   450007113
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Gott, sei mir gnädig, denn Menschen
    wollen mich versenken. Sie halten zuhauf
    und lauren und haben acht auf meine Fersen,
    dass sie meine Seele erhaschen.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Welt ist eine öde Straße,
    wo Satans Mörderheer
    den Gang gefährlich macht.
    Doch ein Gerechter lacht;
    es schleiche Satan oder rase,
    ein Frommer fürchtet sich nicht sehr.
    Er geht in seinem Gange fort
    und lässt den großen Schutzgott walten.
    Er hält sich an sein Wort,
    er weiß, Gott kann und wird ihn wohl erhalten.
  3. Arie
    Welt, lass nur deine Tücke!
    Ich sehe schon die Stricke
    von deiner Arglist ein.
    Ihr arge Höllen-Buben,
    grabt immer eure Gruben,
    ihr fallt doch endlich selber drein.
  4. Secco-Rezitativ
    Wer Frommen Netze stellt,
    wird sich in eignen Schlingen fangen.
    Es hält
    der Herr ob Seinen Kindern Wache
    und ihre Sache
    muss ein erwünschtes End’ erlangen,
    ob19 Satan, Welt und alles widerstrebt.
    Wohl dem, der Gott zu Ehren lebt!
    Legt ihm die Welt gleich manchen Stein,
    es schlägt ihr sonst zum Nachteil aus,
    und seiner Feinde Haus
    muss seine Ehrenpforte sein.
  5. Arie
    Gott kann und wird’s in allen Sachen
    mit Seinen Kindern herrlich machen,
    mein Herz sei unbewegt.
    Und sitzest du hier unten an,
    es liegt ja wenig dran.
    Die hier gebeugt und niedrig gehen,
    wird Gott alsdenn gar sehr erhöhen,
    wenn Er die Stolzen niederschlägt.
  6. Secco-Rezitativ
    Wer wollte sich denn grämen,
    wenn ihm ein Arger Stricke legt?
    Wer sich auf Gott verlässt,
    kann ihm mit einem Wort beschämen.
    Drum Seele, stehe fest:
    Gott ist mit dir, wenn sich die Welt erregt.
  7. Choral
    Du wirst dann auch noch Lust und Freud’
    mit deinen Augen sehen
    an der Gottlosen Herzeleid,
    Wenn Vergeltung wird geschehen,
    weil: der Herr ist dein Zuversicht
    und dir der Höchst’ Sein’ Schutz verspricht,
    drum dass du Ihm vertrauest.