Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1165/41

Ich habe in Gottes Herz und Sinn



Originaltitel:
Ich hab in Gottes Hertz / u. Sinn / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 24. p. Tr. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 24. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1741
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 12.11.1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,str,bc) - D - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - G - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,str,bc) - e - 12/8
     6.rec (T,bc)
     7.choral (1) DC

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Was mein Gott will, das g'scheh allzeit (Seite 136)
Liedtext: Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Was mein Gott will, das g'scheh allzeit (Seite 136)
Liedtext: Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-50
RISM ID:   450006668
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choralstrophe
    Ich hab in Gottes Herz und Sinn
    mein Herz und Sinn ergeben;
    was böse scheint, ist mir Gewinn,
    der Tod ist selbst mein Leben.
    Ich bin ein Sohn
    des, der den Thron
    des Himmels aufgezogen;
    ob Er gleich schlägt
    und Kreuz auflegt,
    bleibt doch Sein Herz gewogen.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Welt sieht es als Feindschaft an,
    wenn Gott ein Herz mit Kreuz belegt.
    Wer aber dessen Rat
    und seinen Ausgang recht erwägt,
    der spricht: „Der Herr hat wohl getan.“
    Der rauhe Kreuzespfad
    und seine Last macht mürbe Herzen.
    Bewirkt des Vaters Rut´
    dergleichen Frucht, so lindert Er die Schmerzen
    und macht am Ende alles gut.
  3. Arie
    Schweig, mein Herz, in Leidenstagen.
    Gott hat keinen nicht geschlagen
    der die Rute nicht verdient.
    Merke auf,
    was der Vater haben will.
    Brich den Lauf
    auf den alten Sünden-Wegen,
    gehe Ihm gebeugt entgegen.
    Glaub´s, Er macht den Kreuz-Sturm still.
  4. Secco-Rezitativ
    Schlägt Gott,
    wir lassen ab von Sünden
    und flehen Ihn im Glauben an,
    so werden wir in Not
    gar bald erwünschte Hülfe finden.
    Seht nur, was Jesus kann:
    Er kann von Tod
    so leicht als auch von Krankheit retten.
    Gewiss, wenn wir in Leidenspein
    stets reinen Ernst in Buß´ und Glauben hätten,
    wir würden nie umsonst um Hülfe schrei´n.
  5. Arie
    Gott meint´s gut mit Seinen Schlägen.
    Wer sich nur im Leiden beugt,
    dem erweist Er Sich geneigt.
    Alles steht in Seinen Händen,
    Er kann Not und Tod verwenden,
    wenn man sich nur recht erzeigt.
  6. Secco-Rezitativ
    So führe mich, Herr, wie Du willst.
    Ich will mein Kreuz geduldig tragen,
    bis Du die Schmerzen meiner Plagen
    nach Deinem Rat zu meinem Besten stillst.
    Ich weiß, Du nimmst Dich meiner an,
    dass ich Dir freudig danken kann.
  7. Choralstrophe
    Soll ich dann auch des Todes Weg
    und finst´re Straße reisen,
    wohlan, so tret´ ich Bahn und Steg,
    den mir Dein´ Augen weisen.
    Du bist mein Hirt,
    der alles wird
    zu solchem Ende kehren,
    dass ich einmal
    in Deinem Saal
    Dich ewig möge ehren.