Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1171/44

Jauchzet Gott alle Lande



Originaltitel:
Jauchzet Gott alle Lande, / lobsinget / a / 2 Corn / Tymp. G. A. C. D. / Flaut. Tr. / Basson. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Festo visitat. Mar. / 1744. / ad / 1739.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Heimsuchung (2.7.)
Entstehungszeit: 1744
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 02.07.1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl, fg, hn (2), timp (4), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,hn(2),timp(4),str,bc) - G - C (allegro+adagio)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,vla,bc) - F - 3
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - D - 12/8
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,fl,fg,hn(2),timp(4),str,bc) - g - 6/4

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich (Seite 92)
Liedtext: Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich


Synthetischer Eindruck der Choralvertonung:   Beispiel auf YouTube
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 16 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2 - fl, fag, cor 1, 2: 1, 1, 1, 1 - timp: 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-28
RISM ID:   450006825
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Jauchzet Gott, alle Lande!
    Lobsinget zu Ehren Seinem Namen;
    rühmet Ihn herrlich!
    Sprecht zu Gott: »Wie wunderlich sind
    Deine Werke! Es wird Deinen Feinden
    fehlen vor Deiner großen Macht.
  2. Secco-Rezitativ
    In Gottes Gnadenreich
    fehlt es niemals an Wundern,
    die unsern Geist
    mit Recht zum Lob des Herrn ermuntern.
    Wohl dem, der Ihn nur preist.
    Ach, Sterbliche! Gewöhnet euch,
    auf Gottes Huld und Gnad’ zu sehen.
    Wer sie bedenkt, hat eitel Lust daran.
    Er lernt verstehen,
    wie herrlich alles sei, was Gott an uns getan.
  3. Arie
    Herr, mein Gott, an Deinen Werken
    hat mein Geist
    eine Lust, die himmlisch heißt.
    Deine große Allmachtstaten,
    die vergnügen den Verstand,
    und im Reiche Deiner Gnaden
    wird mir lauter Trost bekannt.
    Ach, was wird erst dort gescheh’n,
    wenn ich Dich werd’ herrlich seh’n.
  4. Secco-Rezitativ
    Wer bin ich Armer? Staub und Erde!
    Doch Deine Gnade macht mich groß.
    Ich werde
    ein Kind in Deinem Schoß.
    Ich bin ein Nichts vor Dir,
    doch willst Du mich recht sehr erhöhen:
    Ich soll zur Seligkeit
    als Erbe dort in Deine Freude gehen.
    So große Huld erzeigst Du mir,
    und dieses ist’s was meinen Geist erfreut.
  5. Arie
    Beuget euch, ihr stolze Geister.
    Solcher Sinn gilt nicht vor Gott.
    Wollt ihr euch in Reichtum brüsten?
    Ach, in solchen tollen Lüsten
    macht der Herr euch doch zu Spott.
  6. Secco-Rezitativ
    Ihr Armen, freuet euch,
    und die ihr hier gebeugt und niedrig gehet.
    Gott macht euch dort
    an Himmelsgütern reich.
    Sein starker Arm wird euch erhöhen
    und glaubt’s: Er hält Sein Wort.
    Ja, freuet euch! Ihr sollt Ihn droben,
    wenn Er die Bösen stürzt,
    in ew’gen Freuden loben.
  7. Choralstrophe
    O, Jesu Christe!
    Sohn des Allerhöchsten,
    gib Du die Gnade
    allen frommen Christen,
    dass sie Deinen Namen
    ewig preisen, Amen.
    Lobet den Herren!