Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1171/45

Lobet den Herrn denn unsern Gott



Originaltitel:
Lobet den Herrn, denn unsern / Gott loben / a / 2 Violin / Viola / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fest. Visitat. Mar. / 1745. / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Heimsuchung (2.7.)
Entstehungszeit: 1745
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 02.07.1745
Vokal: ATB
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (ATB,str,bc) - g - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - F - 3 (allegro)
     4.rec (T,bc)
     5.choral (ATB,str,bc) - g - 6/4
     6.aria (T,str,bc) - B - C (allegro)
     7.choral (5) DC

Melodie zum 5. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Helft mir Gotts Güte preisen (Seite 50)
Liedtext: Von Gott will ich nicht lassen

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Helft mir Gotts Güte preisen (Seite 50)
Liedtext: Von Gott will ich nicht lassen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
A (2x), T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-453-16
RISM ID:   450006855
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Lobet den Herrn, denn unsern Gott loben,
    das ist ein köstlich Ding; solch Lob ist lieblich und schön.
    Der Herr bauet Jerusalem und bringet
    zusammen die Verjagten in Israel.
  2. Secco-Rezitativ
    Ein reines Lob des Herrn
    ist Glaubigen ein tägliches Geschäfte.
    Mund, Herz und alle Seelenkräfte
    sind immerdar und allzugern
    auf Gottes Ruhm bedacht.
    Ob sie ein eitler Sinn veracht’t,
    so ficht sie dieses wenig an.
    Ihr Mund bleibt doch zum Lobe Gottes aufgetan.
  3. Arie
    Herr, meine Seele muss Dich loben
    mein Geist ist sehr in Dir erfreut.
    Unendlich groß ist Deine Macht,
    Dein Rat ist auf mein Heil bedacht.
    Wo ich nur stehe,
    wo ich gehe
    auf Erden hier und in der Höhe,
    da lacht
    nur Deine Gütigkeit.
  4. Secco-Rezitativ
    Die klügste Menschen sind – ach! – dumm,
    sie merken nicht auf Gottes Werke.
    Sie seh’n sich in der Welt zwar klüglich um,
    doch übergehen sie was Gott, das höchste Gut,
    in Seiner Huld, durch Seine Macht und Stärke
    an allen Orten tut.
    Drum sind sie stumm:
    Den Herrn zu loben,
    das heißt nicht wohl getan.
    Ein Frommer sieht und hört nichts an,
    so merkt er Gottes Gnaden-Proben.
    Die öffnen ihm den Mund,
    und er preist Gott von Herzensgrund.
  5. Choralstrophe
    NLobt Ihn mit Herz und Munde,
    welch’s Er uns beides schenkt.
    Das ist ein’ sel’ge Stunde,
    darin man Sein gedenkt.
    Sonst verdirbt alle Zeit,
    die wir zubring’n auf Erden.
    Wir sollen selig werden
    und bleib’n in Ewigkeit.
  6. Arie
    Herr, wie groß bist Du und mächtig,
    Deine Majestät ist prächtig!
    Sei gelobt, Herr Zebaoth.
    Deine Huld und Allmachtshand
    ist in aller Welt bekannt.
    Arme kannst Du hoch erheben,
    Stolz’ und Reiche müssen beben,
    denn Dein Arm macht sie zu Spott.
  7. Choralstrophe
    Den höchsten Gott dort oben
    samt Christo, seinem Sohn,
    wollen wir alle loben,
    den heil’gen Geiste fron
    zu dieser letzten Zeit.
    Die wollen uns auch geben
    endlich das ewig’ Leben
    mit höchster Wonn’ und Freud’.