Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1156/41

Dass Gott sei ist ihnen offenbar



Originaltitel:
Daß Gott sey, ist ihnen / offenbar / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 15. p. Tr. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 15. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1741
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 10.09.1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (AT,str,bc) - G - 3/2
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - c - 3 - 3/8 (allegro)
     4.rec (T,bc)
     5.aria (T,vl unis,vla,bc) - D - C (poco allegro)
     6.rec (B,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - G - 6/4

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Herr Christ, der einig Gottes Sohn (Seite 51)
Liedtext: Herr Christ, der einig Gottes Sohn

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S (A), A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-41
RISM ID:   450006659
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum/Duo/Duett
    Dass Gott sei, ist ihnen offenbar, denn Gott hat
    es ihnen offenbaret, damit dass Gottes
    unsichtbares Wesen, das ist Seine ewige
    Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man
    des wahrnimt, an den Werken, nämlich an
    der Schöpfung der Welt.
  2. Secco-Rezitativ
    Gott macht Sich g’nügsam offenbar.
    An jeder Gattung Kreaturen
    nimmt man die Spuren
    von Seiner Macht, von Seiner Weisheit wahr.
    Doch sprechen freche Spötter:
    „Es ist kein Gott, nein, nein!“
    Gehen and’re solches ein,
    so machen sie sich gleichwohl falsche Götter.
    Der ehrt den Mammons-Tand,
    der dient dem Bauch, der baut auf seine Sorgen,
    der trutzt auf Ehr’, der auf Verstand.
    Ihr Toren, ist’s euch denn verborgen,
    wie schwach dergleichen Götzen sind?
    Ach, seid ihr blind!
    Seht an den Bau der Welt,
    ist es ein Mensch, ein Götze oder Geld,
    ja, gar ein nichts, das ihn schuf und erhält?
  3. Arie
    Weg, Spötter, weg mit allen Götzen!
    Ich diene einem bessern Gott.
    Der Herr, der Gott, den ich erkenne
    und Vater und Versorger nenne,
    der hat die Welt herfür gebracht.
    Er hat Huld, Weisheit, Kraft und Macht.
    Dem diene ich, trutz allem Spott!
  4. Secco-Rezitativ
    Das muss ein Herr von Macht
    und Reichtum sein,
    der einen solchen Bau, die Welt,
    das Firmament und seinen Schein
    herfür gebracht;
    der alles noch erhält,
    der jedem Tier sein Leben,
    dem Menschen die Vernunft gegeben,
    der Gras und Blumen schmückt,
    ja, Sich auch um die Kost der Sperlinge bemühet.
    Mein Herz wird ganz entzückt,
    wenn es dies in Betrachtung ziehet.
  5. Arie
    Blinde! Könnt ihr Gott nicht sehen?
    Seht hinauf nach jenen Höhen,
    seht die Erd’ und ihren Pracht.
    Stolze Geister,
    sagt doch an: Wer ist Meister
    von der Welt, vom Sternenheer?
    Hat’s ein Spielwerk ohngefähr
    oder hat’s ein Gott gemacht?
  6. Secco-Rezitativ
    Herr Gott, wie groß sind Deine Werke,
    ach, dass man Dich nicht draus erkennt!
    Gib mir Verstand und Stärke,
    auch dieses draus zu seh’n, was mir Dein Herze gönnt.
  7. Choralstrophe
    Du Schöpfer aller Dinge,
    Du väterliche Kraft,
    Regierst von End’ zu Ende
    kräftig aus eigner Macht.
    Das Herz uns zu Dir wende
    und kehr ab unsre Sinne,
    dass sie nicht irr’n von Dir.