Aktuelles rund um Graupner
Graupners Pastoraloper “La Costanza vince l’inganno”
Eine Graupner-Oper entsteht
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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Seit Monaten sind Dirigent und Regisseurin im Austausch, die Spielfassung für die Darmstädter Aufführung ist erstellt. Die fünf jungen Sänger:innen lernen ihre Rollen, und nun nehmen die Vorbereitungen konkrete Gestalt an. Wir berichten in den kommenden Wochen von den einzelnen Stationen. |
Die ersten szenischen ProbenAm Montag starteten die szenischen Proben im Ernst-Ludwig-Saal in Eberstadt. Die Bühne war zwar noch leer, aber die Kulissen und Kostüme kamen am Dienstagabend an. Sigrid T’Hooft, die Regisseurin, und Florian Heyerick, der musikalische Leiter, arbeiten Hand in Hand, die seit Monaten von den jungen Sängern einstudierten Partien mit Bewegung, Ausdruck und Gestik zu verbinden. Gestik ist das zentrale Mittel der Regie, die sich an barocken Vorbildern orientiert. Für die Sänger:innen ist das ungewohnt, deshalb muss intensiv geprobt werden, die einzelnen Arien werden mehrmals wiederholt. Noch ist der Saal ziemlich leer, es fehlen die Orchestermusiker, stattdessen begleitet Florian Heyerick am Tasteninstrument, und spielt die Partien der Geigen und übrigen Instrumente mit. Die Sängerinnen sollen schon eine Vorahnung bekommen, wie es in zwei Wochen, wenn die Endproben mit dem Orchester beginnen, klingen wird … |
Die bisherigen Beiträge zu diesem Thema finde Sie in unseren Aktivitäten.
Szenische Aufführung im Ernst-Ludwig-Saal Darmstadt-Eberstadt
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Bühnenbilder werden gemalt, die Kostüme in barocker Manier genäht und die Sänger:innen studieren fleißig ihre Rollen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die von der Christoph-Graupner-Gesellschaft initiierte Aufführung von Graupners Pastoraloper „La constanza vince l’inganno“ → GWV 1011, mit der das Darmstädter Barockfest 2026 am Sonntag, den 31. Mai eröffnet wird.

Nur zwei Opern aus Graupners Darmstädter Zeit sind erhalten; „La costanza“ ist die spätere, 1715 erstmals aufgeführt. Sie erzählt die Geschichte eines Prinzenpaares aus unterschiedlichen Ländern, das, füreinander bestimmt, sich aber zunächst incognito in einer arkadischen Hirtenwelt begegnet und ineinander verliebt, aber durch eine üble Intrigantin immer wieder auseinandergebracht wird, bis … am Ende alles gut ausgeht.
Der Typus der Pastorale war im Barockzeitalter vor allem in Frankreich überaus beliebt. Womöglich ging die Initiative für dieses Sujet vom Landgrafen selbst aus, der als Jugendlicher auf seiner Grand Tour stark von der französischen Kultur und Musik beeinflusst wurde. Jedenfalls steuerte Ernst Ludwig von ihm selbst komponierte Nummern, darunter die Ouvertüre, zu Graupners Partitur bei. Dieser bietet in seiner Musik alles auf, was das barocke Musiktheater damals zu bieten hatte: große italienische Arien ebenso wie schlichte französische Tanzsätze sowie eine Reihe von Ballettnummern, schließlich sollte sich das gesamte künstlerische Personal des Hofes auf der Bühne präsentieren können.

Für die Neuproduktion dieses für den barocken Opernstandort Darmstadt so wichtigen Werkes konnten wir über Vox Temporis (Belgien) zwei flämische Experten einladen, die eine adäquate historisch informierte Realisierung auf beiden Ebenen gewährleisten: die renommierte Choreografin und Regisseurin Sigrid T’Hooft, die nach dem Vorbild barocker Theaterlehre der historische informierten Aufführungspraxis in der Musik eine adäquate szenische Umsetzung mit barocker Gestik und stilisierter Bewegung an die Seite stellt, sowie den ebenfalls in Gent beheimateten Dirigenten und Cembalisten Florian Heyerick. Er übernimmt als ausgewiesener Experte der Musik Graupners mit seinem Ensemble Ex Tempore die künstlerisch-musikalische Gesamtleitung der Aufführung.
Die Kosten für den musikalischen Anteil der Produktion übernimmt zum großen Teil dankeswerterweise die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung, die das Konzert in die Reihe ihrer Hauptkonzerte aufgenommen hat, für die Finanzierung des szenischen Projektteils läuft derzeit noch die Einwerbung von weiteren Sponsorengeldern.
Aufführung: Sonntag, 31 Mai.2026, 18:00 Uhr im Ernst Ludwig Saal, Darmstadt-Eberstadt
Kartenvorverkauf durch die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter Stiftung
Mit freundlicher Unterstützung:
Kommende Konzerte
Die hier aufgeführten, kommenden maximal zehn Konzerte werden in einer Kurzdarstellung mit den Werken von Christoph Graupner aufgelistet. Im Allgemeinen werden bei den Konzerten noch weitere Werke anderer Komponisten aufgeführt. Klicken Sie hierzu und zu Informationen zu den Ausführenden sowie allen anstehenden Konzerten bitte auf Konzerte, auf die blau hinterlegte Überschrift für Informationen zu genau diesem Angebot oder auf den Link zum Veranstalter.
Windische Gedanken
Datum: Sonntag, 17. Mai 2026, 16.00 Uhr; Ort: St.Clemens-St.Katharinen-Kirche, Seedorf (D) |
Cydonia barocca: Oboe
Datum: Samstag, 23. Mai - Montag, 25. Mai 2026 |
Barockfest Darmstadt
Datum: Sonntag, 31. Mai 2026, 18.00 Uhr |
Christoph Graupner: Kantatenkonzert für Bass
Datum/Ort: Samstag, 22. August 2026, 19.00 Uhr; Protestantische Kirche, Kirchheim an der Weinstr. (D) |
Neueinspielung |
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Lamentare
Ausführende:
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Graupners Kantaten für die nächsten 4 Wochen
| 17.05.2026: | Exaudi (6. Sonntag nach Ostern) | |
| 24.05.2026: | 1. Pfingsttag | |
| 25.05.2026: | 2. Pfingsttag | |
| 31.05.2026: | Trinitatis | |
| 07.06.2026: | 1. Sonntag nach Trinitatis |
Graupner zum Reinhören
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"Sonata Canonica für 2 Blockflöten, Viola da Gamba und B.C.
g-moll " → GWV 216 15. (ohne Titel), 2:25 min. Interpreten:
Label: © 2009 Berlin Classics |
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