Darmstadt/Ernst-Ludwig-Saal: "LA COSTANZA VINCE L´INGANNO"

DARMSTADT (Andreas Hauff)
Christoph Graupner (1683-1760) ist dem Opernpublikum in der Regel kein Begriff. Dabei kam der aus Kirchberg im Erzgebirge stammende und in Leipzig vom Thomaskantor Johann Kuhnau ausgebildete Komponist 1705 als Cembalist zur Hamburger Oper am Gänsemarkt. Dort schrieb er (vermutlich) fünf Opern, bevor Landgraf Ernst Ludwig von Hessen (1667-1739), der zu den regelmäßigen Besuchern des Hauses zählte, ihn 1709 an den Darmstädter Hof engagierte, wo er 1711 zum Hofkapellmeister aufstieg. Ernst Ludwig, der wie viele deutsche Fürsten in Sachen Regierungsweise und Repräsentation dem französischen König Ludwig XIV. nacheiferte und sogar selber komponierte, plante in seiner Residenzstadt damals ein neues Opernhaus, musste sich aber aus Geldmangel mit dem Umbau der Reithalle am Herrngarten in ein Theater zufrieden geben. 1711 wurde es mit Graupners (verlorener) Oper „Telemach" eröffnet.
1715 und noch einmal 1719 spielte man „La costanza vince l'inganno" („Beständigkeit siegt über Betrug"), ein „drama pastorale" in zwei Akten, zu dem der Landgraf selbst die Ouvertüre und mehrere Tanzsätze geschrieben hatte. In eben diesem Jahr 1719 aber musste Ernst Ludwig sein zu teuer gewordenes Theater schließen. Graupner bekam keinen Opernauftrag mehr - und sein Gehalt oft nur mit Verzögerung. 1722 bewarb er sich erfolgreich um die Nachfolge seines Lehrers Kuhnau als Thomaskantor, nachdem der Favorit der Leipziger, Georg Philipp Telemann, abgesagt hatte. Der Landgraf weigerte sich aber, ihn ziehen lassen, erhöhte seinem Hofkapellmeister das Gehalt und sicherte pünktliche Zahlung zu. Graupner blieb bis an sein Lebensende in Darmstadt, auch unter Ernst Ludwigs Nachfolgern; er schrieb keine einzige Oper mehr und verlegte seinen kompositorischen Ehrgeiz auf Kirchen- und Instrumentalmusik. In seinem letzten Lebensjahrzehnt entstanden allein 113 Sinfonien, wie dem informativen Programmheft-Artikel von Prof. Ursula Kramer, der Vorsitzenden der Christoph-Graupner-Gesellschaft, zu entnehmen ist. Kuhnaus Nachfolger in Leipzig wurde 1722 Johann Sebastian Bach.
Beim diesjährigen Darmstädter Barockfest (31.5. -14.6.) steht „La costanza vince l'inganno" in einer szenischen Aufführung nach barockem Vorbild auf dem Programm. Sie ist keine Produktion des Staatstheaters, sondern wird u.a. von der lokalen Hans-Erich-und-Marie-Elfriede-Dotter-Stiftung finanziert und findet im Rahmen der Dotter-Konzerte im Ernst-Ludwig-Saal in Darmstadt-Eberstadt statt. Heute würde man diesen Saal als soziokulturelles Zentrum für den Stadtteil bezeichnen.
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Quelle: Der Neue Merker, Juli 2026
Oper zum Barockfest-Start

Bis zum 15. Juni veranstaltet das Staatstheater an unterschiedlichen Spielorten das Barockfest Darmstadt. Den Auftakt macht eine Oper von Christoph Graupner.
DARMSTADT (Bettina Bergstedt)
Das Barockfest Darmstadt 2026 wurde am Sonntag mit einem ganz besonderen Stück Darmstädter Barockkultur eröffnet, der Pastorale „La Costanza vince l'inganno" , einer Oper in italienischer Sprache, die der Hofkomponist des Landgrafen Ernst Ludwig (1667-1739), Christoph Graupner (1683- 1760), in Darmstadt schrieb und 1715 zur Aufführung brachte. Der Musiknarr Ernst Ludwig komponierte selbst die Ouvertüre.
Schon damals Ebbe in der Kasse In Hamburg hatte der Landgraf von Hessen-Darmstadt erlebt, was professionelle Aufführungskunst bedeutet, und so holte er 1709 den dort tätigen Cembalisten und Opernkomponisten Christoph Graupner nach Darmstadt - doch sah er sich bald gezwungen, seine kostenintensiven Liebhabereien, die Parforcejagd wie die Oper, wegen desaströs knapper Kassen wieder aufzugeben. Den renommierten Kapellmeister Graupner hielt er durch eine satte Gehaltsaufbesserung. Barockmusik und Darmstadt sind also fest miteinander verbunden.
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Quelle: Darmstädter Echo, 06. Juni 2026
Surfen auf der Welle

Das Barockfest eröffnet erfrischend mit der Oper „La Costanza vince l'inganno". Was das mit der musikalischen Qualität zu tun hat, mit persönlichem Engagement und auch mit einer Dauerwelle.
DARMSTADT (Doris Kösterek)
Es ist ein spiel- und tanzfreudiger Anfang: Das Barockfest Darmstadt hat mit der Oper „La Costanza vince l'inganno" (Die Beständigkeit besiegt den Betrug) des Komponisten Christoph Graupner (1683 bis 1760) begonnen, der die meiste Zeit seines Lebens am Hof des Großherzog Ernst Ludwig in Darmstadt gewirkt hatte. Die feierliche Ouvertüre zu dieser Oper, wie auch einige Tanzsätze, hat Ernst Ludwig unter Graupners Anleitung geschrieben.
Dass die Oper jetzt im nach ihm benannten Ernst-August-Saal in Eberstadt als 77. Dotterkonzert aufgeführt wurde, lag vor allem an den beteiligten Personen: Eberstadt war kein wohlhabender Ort, bis die Eheleute Hans Erich und Marie Elfriede Dotter ihre Heimdauerwelle „Goldwell" entwickelten und darüber viele Eberstädter in Lohn und Brot brachten. Ohne ihre engagierten Mitarbeiter, wussten sie, wäre ihre Firma nie so groß geworden. Deshalb wollten sie sich, die selbst keine Kinder hatten, bei ihren Mitarbeitern bedanken, als sie ihr Lebenswerk an das japanische Kosmetikunternehmen Kao verkauften. Gemeinsam mit ihrem Berater Jürgen Frei konzipierten sie eine Stiftung, die „Kräfte vor Ort wecken und stärken" will. Neben sozialen und kirchlichen Zwecken bildet die Musik einen wichtigen Schwerpunkt, sowohl in einer musikalischen Breitenbildung von Kindergarten- alter an als auch in den künstlerisch ambitionierten und fast immer ausverkauften „Dotterkonzerten".
Bis zum Abend der Graupner-Oper haben Jürgen Frei, selbst auch begeisterter Bratscher, und seine Frau, die Sopranistin Sabine Schaan, in persönlicher Verbundenheit mit den Stiftern alle musikalischen Projekte der Dotterstiftung mit viel Herzblut gemanagt. Mit diesem Konzert haben sie den Stab an die Musikwissenschaftlerin Ursula Kramer übergeben, die gleichzeitig Vorsitzende der Darmstädter Christoph-Graupner-Gesellschaft ist. Kramer wiederum kennt den Graupner-Spezialisten Florian Heyerick, sein in Gent beheimatetes belgisch-deutsches Barock-Ensemble „Ex Tempore" und die Regisseurin Sigrid T'Hoolt, die sich eben- falls auf die Aufführungspraxis des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert hat. T'Hooft ist auch ausgebildete Tänzerin. .
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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02. Juni 2026
Zuschauer werden zu Juroen eines Wettstreits

Das Barockfest Darmstadt ist mit dem Auftaktkonzert "Leipzig, 1723" in der Orangerie eröffnet worden
DARMSTADT. Mit einem Abstecher in die Stadt des Thomaskantors Johann Sebastian Bach wurde am Freitag das Barockfest Darmstadt in der Orangerie eröffnet. „Leipzig, 1723“ – hinter diesem geheimnisvollen Titel verbarg sich nicht nur ein prall gefüllter Barockabend mit Werken von Bach, Graupner, Fasch und Telemann, sondern ein ungewöhnliches Konzept, das das Darmstädter Publikum 300 Jahre zurück Kaper kapitulierte.
Und die Zuschauer wurden auch zu Juroren in einem der spannendsten Komponistenwettstreit, der Musikgeschichte machte: nach Leipzig ins Jahr 1723, als Johann Sebastian Bach zum neuen Thomaskantor berufen wurde. Ein Ereignis, das den dramaturgischen Gernot Wojnarowicz, der das Eröffnungskonzert zusammen mit der Musikwissenschaftlerin Ursula Kramer moderierte, zu der Idee anregte, die Wahl des Thomaskantors zum 300. Jubiläum noch einmal zu wiederholen. Und zwar in Darmstadt.
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Quelle: Darmstädter Echo, 05. Juni 2023
Christoph-Graupner-Gesellschaft präsentiert neue Noteneditionsreihe
Das Werk von Christoph Graupner, der als Hofkapellmeister in Darmstadt gearbeitet hat, ist umfangreich, aber schwer zugänglich, denn viele Werke sind nicht verlegt und kommen deshalb auch nicht zur Aufführung.
Die Graupner-Gesellschaft Darmstadt möchte das ändern. Erste Werke liegen bereits gedruckt vor und werden am 23. Februar in der Akademie für Tonkunst präsentiert. Weitere Kompositionen folgen. Die Graupner-Gesellschaft kann selbst festlegen, welche und wie viele Werke in den nächsten Jahren erscheinen werden: Kantaten, Ouvertüren, Kammermusik, Solokonzerte und / oder Sinfonien. Mehr dazu im Gespräch mit Prof. Dr. Ursula Kramer.
Quelle: hr2-Kultur, 18. Februar 2023
Soko Graupner ermittelt

Spezialkräfte untersuchen zum Auftakt des Barockfests den Reiz in der Musik des Darmstädter Hofkomponisten / Fagottist Sergio Azzolini leitet den Einsatz
DARMSTADT. In der Probe klingt es fast, als wolle Sergio Azzolini sich bei seinen Kollegen entschuldigen. "Im Konzert spiele ich ganz anders", beteuert er. Der italienische Solist ist Profi, hier kommt es darauf an, für die Mikrofone der Live-Übertragung zu spielen und nicht für die Akustik auf der Bühne des Kleinen Hauses in Darmstädter Staatstheater. Azzolini hat auch ein Instrument, dessen Einsatz feines Gespür verlangt: das Barockfagott, dass derzeit niemand so überzeugend zu spielen versteht wie er, drängt sich nicht durch Lautstärke in den Vordergrund. Aber wenn dieser Musiker spielt, hat es eine besondere Farbe, die sich auch elegant ins Klangbild des exquisiten Barockensembles Ex Tempore hineintönt, dezent und doch auffällig.
Damit ist Azzolini die ideale Besetzung für das Klangexperiment, dass die Dotter-Stiftung in ihrem Konzert zur Eröffnung des Darmstädter Barockfestes arrangiert hat, in Zusammenarbeit mit der Graupner-Gesellschaft und unterstützt vom Staatstheater, dass am Wochenende für gut inszenierte, technisch ausgezeichnete Live-Übertragung sorgte. Das Barockfest, dass erst 2023 sein großes Programm entfalten kann, macht auf die musikalische Blüte der Stadt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufmerksam, verbunden mit dem Namen Christoph Graupners (1683-1760). ...
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Quelle: Darmstädter Echo, 10. Mai 2021
Folgenreiche Musikliebe des Landgrafen

Das erste Barockfest beginnt online
DARMSTADT.
Das schon vor Ausbruch der Pandemie geplante Programm des Barockfests Darmstadt hätte von barocker Üppigkeit sein sollen: 40 Konzerte an verschiedenen zur Epoche passenden Spielorten mit Stars wie Reinhard Goebel, Andreas Staier oder Isabelle Faust sowie den gebündelten Kräften der lokalen und regionalen Barockszene sollte gleich zur Erstauflage vom 8. Mai bis 26. Juni die reiche musikalische Tradition der vormaligen Landgrafschaft zeigen. Gernot Wojnarowicz, der als Orchesterdirektor und Konzertdramaturg am Staatstheater Darmstadt das neue Barockfest initiiert und federführend organisiert hat, nimmt es gefasst: 2023 soll das Programm nachgeholt werden. Und vorab gibt es jetzt per Stream und später im Juni - sofern möglich - vielleicht auch für anwesende Zuhörer schon musikalische Kostproben.
„Wir hoffen, dass wir das Festival verstetigen können, sagt Wojnarowicz zuversichtlich. Beteiligt sind so neben dem Staatstheater Darmstadt mit seinem Orchester der Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main, der seine weitere Unterstützung zugesagt hat, die Dotterstiftung, mehrere Kantoren und Kirchenmusiker sowie die Christoph-Graupner-Gesellschaft. Um den hochproduktiven Darmstädter Komponisten Christoph Graupner geht es gleich zum Auftakt in den Onlinekonzerten mit dem Ensemble Ex Tempore und dem renommierten Fagottisten Sergio Azzolini am morgigen Samstag von 20:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 Uhr an.
Graupner, den der musikbegeisterte Landgraf Ernst Ludwig 1709 von der angesehenen Hamburger Oper am Gänsemarkt abgeworben hatte, habe herausragende Sänger und Musiker mit an den Darmstädter Hof gezogen, erläutert Ursula Kramer, die als Professorin für Musikwissenschaft in Mainz lehrende Vorsitzende Christoph-Graupner-Gesellschaft....
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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06. Mai 2021
Virueller Auftakt mit Fagott-Klängen

Erstausgabe des "Barockfestes Darmstadt" mit virtuellem Vorstart - Echte Premiere im Jahr 2023
DARMSTADT (red/pel).
Eine musikalische Zeitreise in das Darmstadt der Barockzeit, geschöpft aus der reichen musikalischen Tradition der einstigen Landgrafschaft, zu Gehör gebracht an den schönsten barocken Orten der Stadt, interpretiert von der Darmstädter Musikszene, Musikern aus dem Bereich der historisch authentischen Aufführungspraxis, Klangkörpern des Staatstheaters und internationalen Gästen - das verspricht das "Barockfest Darmstadt", das aber in voller Blüte erst 2023 zu erleben sein wird. Corona macht diese Verschiebung nötig. Erlaubt aber auch digitale Vorab-Erlebnisse. Und so wecken die Initiatoren - das Staatstheater Darmstadt in Kooperation mit der Christoph-Graupner-Gesellschaft, der Hans Erich und Marie Elfriede Dotterstiftung sowie Musiker*innen, Initiativen und Gemeinden der Stadt und mit Förderung des Kulturforums Frankfurt Rhein-Main - Vorfreude auf 2023 mit zwei digitalen Konzerten und - wenn ich die Lage erlauben wird - weiteren kleinen Live-Konzerten im Mai/Juni ...
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Quelle: SüdhessenWoche, 05. Mai 2021
Das Erbe des Musik-Landgrafen

Das "Barockfest Darmstadt" erinnert an eine Blütezeit der Kultur, der größte Teil des Festivals wird auf 2023 verschoben
DARMSTADT. Gernot Wojnarowicz ist Orchesterdirektor des Darmstädter Staatstheaters, aber die Grundlagen des Hausbaus beherrscht er auch: Erst kommt das Fundament, am Ende das Dach. „Jetzt machen wir es aber umgekehrt“, sagt er,„das Dach ist schon da, und nach und nachkommen die Bausteine dazu.“ Das Dach ist das Etikett „Barockfest Darmstadt“: ein Festival, für das Staatstheater und Christoph-Graupner-Gesellschaft viele lokale Akteure als Partner gewonnen haben. Vierzig Konzerte wären im Mai und Juni zusammen gekommen, viele Gastverträge waren schon geschlossen, überraschende Spielorte in der Region wie Schloss Wolfsgarten bereits erkundet.
Jetzt ist das große Ereignis auf 2023 verschoben worden, die Pandemie-Vorsicht lässt keine andere Wahl. Fürs kommende Jahr ist das Staatstheater, bei dem etliche bereits geprobte Produktionen auf ihre Premiere warten, nicht flexibel genug in der Disposition. Dann lieber warten auf den großen Wurf: Die ganze Stadt soll zum Spielort werden, besonders natürlich die wenigen Orte, die auch baulich an das Vergangene erinnern, Orangerie, Jagdschloss Kranichstein, auch die ehemalige Schlosskirche dürfte bis dann als Konzertsaal zur Verfügung stehen. Denn auch, wenn man es ihr nicht ansieht, ist Darmstadt eine Barockstadt ...
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Quelle: Darmstädter Echo, 27. April 2021
Der musikalische Landgraf

DARMSTADT. Da hat Pierre Dubreil noch einmal Glück gehabt. Er hatte 1718 eine Sammlung von "Darmstädter Tänzen" an den Landgrafen Ernst Ludwig gesandt, säuberlich aufgezeichnete Choreografien zu Kompositionen des Regenten. Die Hoffnung, auf diese Weise eine Anstellung als Tanzmeister am Darmstädter Hof zu erlangen, erfüllte sich allerdings nicht. Die Enttäuschung darüber dürfte ein Jahr später deutlich nachgelassen haben: Wegen der hohen Staatsverschuldung war Ernst Ludwig 1719 gezwungen, seinen geliebten Opernbetrieb einzustellen und viele Sänger und Musiker zu entlasten. Dubreil hingegen hatte seinen sicheren Job beim bayerischen Kurfürsten, den er bis seinem Tod im Jahre 1732 ausübte.
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Quelle: Darmstädter Echo, 25. Februar 2020