Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1167/42

Ach Herr die Frommen warten deiner



Originaltitel:
Ach Herr! die Frommen / warten deiner / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 26. p. Tr. / 1742.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 26. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1742
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 18.11.1742
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - B - 3/2
     2.rec (B,bc)
     3.aria (SB,str,bc) - D - 12/8 (allegro)
     4.rec (T,bc)
     5.choral (SATB,str,bc) - B - C (allegro)

Melodie zum 5. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Es ist gewißlich an der Zeit (Seite 40)
Liedtext: Es ist gewißlich an der Zeit

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc (2x): 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-450-52
RISM ID:   450006730
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor
    Ach Herr, die Frommen warten Deiner.
    Komm doch, erlöse Deine Schar!
    Die Schafe seufzen unter Leiden,
    Du möchtest sie von Böcken scheiden.
    Herr Jesu, nimm ihr Seufzen wahr.
  2. Rezitativ
    Die Zeiten sind, ach! sehr betrübt,
    die Welt kann so nicht lang mehr stehen.
    Der Glaube ist sehr rar
    und niemand ist, der Liebe übt.
    Der Böcke Schar
    ist groß und ringt, den breiten Weg zu gehen.
    Die Schafe sind ihr Spott,
    sie achten Gott
    in ihrem tollen Sinn für nichts.
    Sie lachen
    des großen Weltgerichts,
    wenn Gläubige sich Hoffnung machen,
    im Reich des Lichts,
    ein Erbteil einzunehmen.
    Ach Herr, sieh drein,
    komm doch, die Böcke zu beschämen,
    lass sie erseh’n,
    wie lieb Dir Deine Schafe sein.
  3. Duett
    Der Herr wird bald erscheinen,
    alsdann ruft Er die Seinen
    zu Sich ins Himmels Saal.
    Der Welt und ihrem Lachen
    wird Er ein Ende machen,
    ihr Lohn ist ew’ge Höllenqual.
  4. Rezitativ
    Erzittert, freche Weltgemüter,
    der Herr ist groß, dem ihr hier widerstrebt.
    Das Erbteil Seiner Güter
    steht dort in Gottes Gnadenschoß
    nur dem zur Freude offen,
    der hier nach Jesus Willen lebt.
    Wer den nicht tut,
    der hat kein Teil bei Gott zu hoffen.
    Wenn Schafe dort zu Dessen Rechte stehen,
    wenn sie ein himmlisch Gut, das ewig ist, ererben,
    so müssen Böcke ins Verderben,
    zur Höllen-Qual und Marter gehn.
    Und das wird ganz gewiss gescheh’n.
  5. Choral
    Was werd’ ich armer Sünder dann
    für Deinem Richtstuhl sagen?
    Was werd’ ich für ein Fürsprech’r han,
    der mein Sach’ wird austragen?
    Das wirst Du tun, Herr Jesu Christ,
    dieweil dass Du gestorben bist,
    all’ Sünder zu erlösen.